LiZe in Regensburg

Kategorie: Allgemein Seite 18 von 24

Vortrag 04.08.

Donnerstag 04.08.16
Beginn: 19:00 Uhr

Flyer: Klick mich

Von wegen Sicher
Veranstaltung zur Situation in den vermeintlich sicheren Herkunftsstaaten. Mit Dejan Markovic, Aktivist im Forum Roma Srbij, (Belgrad) und eineE AktivistIn/UnterstützerIn der Flüchtlinge im Pfarrheim (ehem. Dom) Regensburg (angefragt)

Nachdem Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt haben, werden nicht nur AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter Klasse behandelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern (Manching & Bamberg) untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und ohne Taschengeld. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für über 20.000 Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben. Abschiebungen nehmen in den vergangenen Monaten dramatisch zu.

Die Abgeschobenen erwartet im Kosovo oder Serbien eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

Um auf diese Lage aufmerksam zu machen und ihre Abschiebungen zu stoppen, besetzen seit dem 05. Juli rund 40 Roma-Flüchtlinge aus den Balkanstaaten, darunter viele Familien mit Kindern, den Regensburger Dom bzw. das Pfarramt. Ihre Asylanträge wurden ohne gründliche Prüfung abgelehnt, da sie aus Ländern geflohen sind, die zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt wurden.

In der Veranstaltung wird der in Belgrad lebende Aktivist Dejan Markovic, Forum Roma Srbiji, über die politische, soziale und ökonomische Situation in Serbien – eines der vermeintlich sicheren Herkunftsländer – berichten. Dabei wird er insbesondere die Lebensbedingungen der Roma in den Blick nehmen. Außerdem informiert, wenn es die Lage zulässt, einE AktivistIn/UnterstützerIn der Flüchtlinge im Pfarrheim (ehem. Dom), über die Hintergründe der Besetzung in Regensburg.

Film + Vortrag 26.07.

Veranstalter_innen:  anita f. – antifaschistische Gruppe in Regensburg
Dienstag 26.07.16
Beginn: 19:00 Uhr

 

Vortrag und Film zum Thema Antiziganismus

Film “The Forgotten Genocide – Europe´s Gypsies in World War II”
Dokumentarfilm, Frankreich 75 min, Original Version mit englischen
Untertiteln.
Mit einem deutschprachigen Einleitungsvortrag von Alexander Carstiuc,
Historiker (M.A.) / Sozialpädagoge

(english version below)“

Mit einem deutschprachigen Einleitungsvortrag von Alexander Carstiuc,
Historiker (M.A.) / Sozialpädagoge

“The Forgotten Genocide” ist die erste Dokumentation, die die Verfolgung
von Sinti und Roma in den einzelnen Ländern Europas betrachtet. Sie
wirft dabei ein neues Licht auf die Diskriminerung von Sinti und Roma,
sowie auf die entscheidende Rolle der „Rassenkunde“ im Sinne der Politik
der Nazis. Die Dokumentation stellt sich dabei dem rassistischen
Klischee eines “Nomadenvolkes ohne Land” entgegen und zeigt stattdessen
die Vielfalt der sozialen und nationalen Traditionen, die die einmalige
Romani Weltschanschauung ergeben.

Das Schicksal europäischer Sinti und Roma wird durch eine Kollektion aus
seltenem Archivmaterial und einer kompromisslosen geschichtlichen
Erzählart wiedergegeben, kombiniert mit den Augenzeugenberichten
Überlebender.
Der bemerkenswerte Film stellt die Dunkelheit politischer Geschichte
neben die strahlende Lebenskraft von Überlebenden.

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The Forgotten Genocide – Europe´s Gypsies in World War II –
A film written by Henriette Asséo, Idit Bloch and Juliette Jourdan.
France 75 min, Original Version with English subtitles

German Introduction by Alexander Carstiuc, Historian (M.A.) und Socialworker

„The Forgotten Genocide“ is the first documentary to look at the
persecution of Sinti and Roma on a European scale, shedding new light on
their exclusion country by country, and on the decisive role of „racial
science“ in the formulation of Nazi policy.
It rejects the racist stereotype of “ a nomadic people without a
country“ by revealing the diversity of social and national traditions
that make up the singular romani worldview.
The destiny of European Sinti and Roma families is told through an
extraordinary collection of rare archival footage and uncompromising
historical narration, combined with survivor testimony. This remarkable
film juxtaposes the darkness of political history with the radiant
vitality of survivors.

Treffen / 18.07.16

+++ Am Montag, den 18. Juli, um 19:30 Uhr wird es im LiZe (Dahlienweg 2a, 93053 Regensburg) ein Treffen für Unterstützende der ‪#‎Dombesetzung‬ geben. +++

Neben einer Reflexion des Protests, wird es ein Update zur aktuellen Situation der Schutzsuchenden geben. Außerdem wollen wir gemeinsam über Perspektiven der Unterstützung in der Zukunft sprechen.

vortrag 13.07.

Veranstalter_innen: IL Nürnberg
Mittwoch 13. Juni
Beginn: 19:30 Uhr

 

VON IDOMENI BIS BAMBERG! – SOLIDARITY4 ALL!

Das vergangene Jahr stellte für viele ein Jahr der Veränderung dar. Für uns war es unter anderem ein Startschuss für eine neue Bewegung. Solidarity4All!

Unser Vortrag „Von Idomeni bis Bamberg“ beginnt als Reisebericht über politische Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki. Er handelt zudem von persönlichen Begegnungen auf der Balkanroute, am Brenner, bis hin zum Abschiebelager in Bamberg.

Es sollen politische Handlungsperspektiven gegen das europäische Grenzregime auf unterschiedlichen Ebenen auf- gezeigt werden. Erwähnt sei hier das No Border Camp, das im Sommer in Thessaloniki stattfinden wird.

Wichtig ist uns, euch über das Solidarity 4 All ! – Protestcam p in Bamberg zu informieren. Vom 4. bis 7. August wollen wir dort gemeinsam unseren Protest rund um das Massenabschieblager organisieren.

Von Idomeni bis Bamberg heißt Abschiebungen stoppen! Bleiberecht für alle! Überall!

Umbau der Toiletten im LiZe

Vom 16. bis 20. August werden die Toiletten im LiZe umgebaut. Bei Bedarf werden wir auch noch vom 22. -24. August weiterbauen. Die Toiletten werden im Anschluss für Rollifahrer_innen nutzbar sein. Nähere Infos wird es in Kürze geben.

Sicher ist aber schon jetzt, dass wir uns über jede helfende Hand und jeden gespendeten Euro freuen. Denn es sind noch nicht alle Kosten gedeckt.

Handwerkliches Geschick ist zwar von Vorteil, solltet ihr beim Umbau helfen wollen aber nicht zwingend erforderlich. Wir freuen uns zum Beispiel auch über Unterstützung beim Kochen für die Umbauenden oder bei der Erledigung einfacherer Arbeiten. Ebenso über Materialspenden oder geliehenes Werkzeug. Wie oben schon angedeutet, gibt es an dieser Stelle bald genauere Infos.

Solltet ihr aber jetzt schon wissen, dass Ihr uns helfen könnt, so schreibt eine mail an: kontakt@lize.info oder sprecht uns direkt im LiZe an.

Finanzielle Spenden könnt Ihr wie immer auf das euch bekannte Konto überweisen: Klick mich

Veranstaltungen können in dieser Zeit nicht im LiZe stattfinden und auch der Gruppenraum und die Bibliothek werden nur schwer nutzbar sein…

 

 

 

30.07.16

CSD neuCristopher Street Day

Veranstalter_innen:

Petra Pan Projekt &

AK queer Regensburg

[english summary below]

Programm 2016 vom Petra Pan Projekt und AK Queer

❤ 16.30 Uhr: VeganGrill _eat&connect_ (auf Spendenbasis)
❤ 18.30 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Heinz-Jürgen Voß zu „Wandel der Normen? Sexualität, Ehe & Co. im Umbruch“

Es sind alle Geschlechter willkommen!

Zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/602388966609281/

Zum Vortrag:
Geschlechter- und sexuelle Verhältnisse wandeln sich. In der Merseburger Studie „Partner 4“ zur Sexualität ostdeutscher Jugendlicher zeigt sich etwa, dass die „Pille danach“ über zunehmende Akzeptanz unter Jugendlichen verfügt, gleich welchen Geschlechts. In diesem Sinne lassen sich Veränderungen konstatieren, die es zu beschreiben lohnt. Vielleicht mit dem Begriff „Neosexualitäten“.
Die „Homo-Ehe“ ist, so wichtig und willkommen sie ist, wo sie nun da ist, auch ein wichtiger „Herzschrittmacher“ und Stabilisator für das konservative Modell Ehe, das von der Frauen-/Lesbenbewegung doch eigentlich als patriarchalisch kritisiert wurde.
Gleichzeitig wird nun deutlicher, wie sich Lesben und Schwule auch (in größerem Maße) an Ausschlüssen beteiligen: Der Begriff „Homonationalismus“ ist hierfür mittlerweile geläufig.
Die Entwicklungen lassen sich also nicht einfach als „Pluralisierung“ beschreiben, vielmehr gilt es zukünftig die teils widersprüchlichen Vorgänge gleichermaßen in Betrachtungen einzubeziehen. Und es gilt nicht nur auf die dominant gewordenen Modelle zu schauen, sondern auch auf die alternativ vorgeschlagenen, wie die Modelle der „Wahlverwandtschaft“ in der BRD.
Im Input eröffnet der Merseburger Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß einige Perspektiven – als Einstieg in die Diskussion.

Biographische Notizen:
Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: Studium der Diplom-Biologie in Dresden und Leipzig. Promotion 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts in Bremen. Seit Mai 2014 Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg, gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie Sexuelle Gewalt in pädagogischen Einrichtungen. Forschungsschwerpunkte: Sexualwissenschaft (sexuelle Bildung, sexuelle Gewalt), biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, Geschichte und Ethik der Medizin und Biologie, Queer-feministische und kapitalismuskritische Theorien.
Einige Publikationen:
Geschlecht: Wider die Natürlichkeit (2011)
Biologie & Homosexualität (2013)
Queer und (Anti-)Kapitalismus (gem. mit Salih Alexander Wolter, 2013)
Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung: Praxisorientierte Zugänge (hg. gem. mit Michaela Katzer, 2016)
Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität (gem. mit Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter, 2016)
Weitere Veröffentlichungen und Kontakt: www.heinzjuergenvoss.de

*******english*************

Cristopher Street Day / Pride Day
Programme 2016 organized by Petra Pan Projekt und AK Queer

❤ 4.30 pm: VeganBBQ _eat&connect_ (donation basis)
❤ 6.30 pm: Speech and discussion with Heinz-Jürgen Voß about „Shift in norms? Sexuality, marriage etc. in upheaval“ in German language. Please write us in advance if you need translation: petrapanprojekt [at] riseup.net

All genders welcome!

 

Vortrag 19.07.16

Veranstalter_innen: anita f. – antifaschistische Gruppe in Regensburg & Freie Arbeiter_innen-Union Regensburg
Dienstag 19. Juli 2016
Beginn: 19:00 Uhr
Frankreich im Ausnahmezustand:
État d’urgence, Loi Travail, Nuit Debout.

frankreichanitafau

Nicht erst seit dem bis heute geltenden Ausnahmezustand (État d’urgence), der mit den islamistischen Terroranschlägen vom 13. November 2015 verhängt wurde, sondern bereits seit Jahren wirkte die französische außerparlamentarische Linke, ebenso wie die linken Oppositionsparteien in der Nationalversammlung wie gelähmt.

Diese neue Protestbewegung (Nuit Debout), die seit Anfang März 2016 ihren Ausdruck in Demonstrationen, Streiks, Blockaden und Besetzungen findet, kam insbesondere in ihrer Intensität daher für viele sehr überraschend. Im Fokus der Proteste steht dabei v.a. das geplante regressive Arbeitsgesetz (Loi Travail) der Sozialdemokrat*innen. Zu dessen Durchsetzung ist der regierenden Sozialistischen Partei (PS) jedes Mittel recht, was sich auch an der von Anfang an massiven Repression gegen die Protestbewegung zeigt.

In deutschen Medien kommt davon nach wie vor leider nur sehr wenig an: Während sich der Boulevard allein Sorgen um die EM macht und linksliberalen Medien die Platzbesetzungen von Nuit Debout lange nur eine Randnotiz wert waren, sind sich linke Medien uneinig in der Deutung der Proteste: Dabei reichen die Einschätzungen vom „Ende vom Ende des Klassenkampfes“, bis hin zu Aussagen, die Proteste seien vergleichbar mit der Occupy Bewegung und würden wohl bald wieder das zeitliche segnen. Ist die Berichterstattung der einen also zu kurz, scheint es aber grundsätzlich den Medien schwer zu fallen, die Proteste zu verstehen, einzuordnen und zu deuten.

Der Referent Daniel Schmidt möchte ein differenzierteres Bild des Protestgeschehens entwerfen und diskutieren. Bei seinem mehrmonatigen Aufenthalt in Paris konnte Schmidt direkt Einblicke in die Proteste gewinnen.

Treffen 20.07.16

Veranstalter_innen: Friedensnetzwerk Regensburg
Mittwoch 20.07.16
Beginn: 19:00 Uhr

FB vom 1. Mai: Klick mich

Vortrag 04.07.16

Veranstalter_innen: festival contre le racisme
Montag 4. Juli
Beginn: 18:00 Uhr

Pädagogik für Arier. Die Grundlagen der Waldorfpädagogik

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die Weltanschauung, die dahinter steckt. Der Journalist Peter Bierl beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher präsentierte, von Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Die Deutschen rechnete der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu, die Jahrtausende führend sein soll. In Steiners Welt spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus. Getreu ihrem Meister erklären Anthroposophen Tsunami und Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich für den Materialismus der Japaner. Solche bizarren Vorstellungen prägen die Waldorfschule, ihre Grundlage ist die Idee von Reinkarnation und Karma.

Peter Bierl ist freier Journalist und lebt in der Nähe von München. Er schreibt u.a. für Konkret, Jungle World und Rechter Rand. Er ist Autor von „Grüne Braune: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts“ (Unrast-Verlag 2014), „Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn. Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell“ (Konkret-Verlag, 2012) sowie „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ (Konkret, 2005)

Vortrag 30.06.

Veranstalter_innen: Antifa Cafè Regensburg
Donnerstag 30. Juni
Beginn: 19:00 Uhr

Treu, Tüchtig, Teutsch – Kritische Geschichte des deutschen Fußballs

Stefan Dietl beschäftigt sich mit der politischen Geschichte des populären Massensports, besonders mit der des Deutschen Fußballbundes (DFB). Er zeigt die Kontinuitäten zwischen der Verehrung des Kaiserreichs, Demokratie- und Republikfeindschaft während der Weimarer Zeit und der vom DFB bejubelten Machtübertragungen an die Nationalsozialisten auf. Dabei wird er erläutern, wie der DFB das staatliche Programm der Diskriminierung und Repression teilweise vorweg nahm und so ein Wegbereiter und wichtiger Unterstützer des NS-Regimes wurde.

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