LiZe in Regensburg

Kategorie: Allgemein Seite 17 von 24

Aktionstraining

Veranstalter_innen: anita_f     FAU-Regensburg     Antifa Café Regensburg
Solid Regensburg   SJD Die Falken  Foso (Fachschaft der OTH)
ue-Theater   PetraPanProjekt   IKS    verdi-Jugend

Samstag 19.11.16
Beginn 11:00 Uhr

Veranstaltungsreihe – Skillz 4 action Teil II
Aktionstraining – Eine Annäherung an zivilen Ungehorsam

Ob antifaschistische Demonstrationen, das Unterbinden von (extrem) rechten Veranstaltungen oder das Verhindern von Abschiebung von Geflüchteten – Antifaschist*innen sind massiv gefordert und müssen aus einem Repertoire aus unterschiedlichen Mitteln wählen.

Eine Aktion sollte sich aber immer daran orientieren, was in einer bestimmten Situation richtig, machbar oder auch vermittelbar ist, und dies können sehr unterschiedliche Möglichkeiten sein.

Viel zu wenig werden unseres Erachtens nach entsprechende Erfahrungen, Methoden und Techniken geteilt, besprochen oder geübt. Der Workshop soll diese Lücken schließen. Gemeinsam mit euch wollen wir Techniken trainieren, wie wir erfolgreich sein können und unseren zivilen Ungehorsam durchsetzen können.

Folgende Fragen werden uns dabei u.a. begleiten. Was nehme ich auf eine Demo mit und was nicht? Was ist eine Bezugsgruppe? Wie stelle ich sicher, dass sich meine Freund*innen und ich wohlfühlen? Wie geht eine Sitzblockade? Was sind richtige Techniken hierbei?

Die Veranstaltung ist sowohl für Demoanfänger*innen, als auch erfahrenere Aktivist*innen geeignet.

Bringt dem Wetter entsprechende Demokleidung mit, da ein Teil des Workshops im freien stattfinden wird.

Skillz 4 action – Veranstaltungsreihe

Das gesellschaftliche Klima wird rauer. Ob Neonazis, die Alternative für Deutschland, PEGIDA oder andere rechte AkteurInnen, sie alle versuchen ihre menschenverachtenden Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen.
Für entschlossene Aktionen des zivilen Ungehorsams – wie Blockaden, etc. – benötigen wir jedoch gute Vorbereitung, Erfahrungsaustausch und Aktionstechniken, die erlernbar sind!
Engagiert mensch sich antifaschistisch, kann es sehr schnell passieren, dass manmit der Polizei oder mit Repression konfrontiert wird. Doch wie kann ich damit umgehen? Was gibt es zu beachten? Und wie kann ich mich am besten vor Repression schützen?

Vortrag 05.10.16

Mittwoch 05.10.2016
Beginn: 20:00 Uhr

Infoabend zum Protestmarsch von Geflüchteten von München nach Nürnberg

Am 7. September 2016 wurde der Sendlinger-Tor-Platz in München von ca. 65 Geflüchteten besetzt. Die Forderung des Protestes ist die Anerkennung ihrer Asylanträge und der Stopp aller Abschiebungen.

Wir werden als Wirtschaftsflüchtlinge, als zu viele, als Untätig, als Terrorist*innen, als Opfer und anderes dargestellt. Unsere Stimme bleibt ungehört, obwohl alle Zeitungen tagtäglich in ihren Schlagzeilen von der sogenannten Flüchtlingskrise sprechen. Wir demonstrieren für unsere grundlegenden Menschenrechte. Wir leben in modernen Gefängnissen.“

Am 8. Oktober werden sie einen Protestmarsch von München nach Nürnberg beginnen.

Aktivist*innen und Unterstützende des Protestes werden an diesem Abend über den bisherigen Protest und dessen Perspektiven berichten. Zentral wird es dabei um Unterstützungsmöglichkeiten für den anstehenden Protestmarsch gehen.

Mehr Infos unter: https://refugeestruggle.org/

Vortrag 17.11.

Veranstalter_innen: anita_f     FAU-Regensburg     Antifa Café Regensburg
Solid Regensburg   SJD Die Falken  Foso (Fachschaft der OTH)
ue-Theater   PetraPanProjekt   IKS    verdi-Jugend

Donnerstag 17.11.16
Beginn 19:00 Uhr

Veranstaltungsreihe – Skillz 4 action Teil I

Sicherheit in Zeiten von Social Media und Smartphone

„Anna und Arthur halten’s Maul“ wird im Kontext von Repression und Überwachung immer wieder gesagt. Bei der Polizei wird der Leitsatz entsprechend beherzigt und die Aussage verweigert – im Kontakt mit dritten aber vernachlässigt. Während früher hoher Aufwand für die Überwachung von Einzelpersonen nötig war, kann in Zeiten von Smartphones, Facebook & Co. häufig direkt auf sensible Daten zugegriffen werden. Da es keine Möglichkeit sein kann, vollends auf moderne Technik zu verzichten, soll der Vortrag zuerst entstehende Probleme in Bezug auf antifaschistische Arbeit aufzeigen, um letztlich zu versuchen den schmalen Grat zwischen Anwendbarkeit und Sicherheit zu finden.

 

Skillz 4 action – Veranstaltungsreihe

Das gesellschaftliche Klima wird rauer. Ob Neonazis, die Alternative für Deutschland, PEGIDA oder andere rechte AkteurInnen, sie alle versuchen ihre menschenverachtenden Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen.
Für entschlossene Aktionen des zivilen Ungehorsams – wie Blockaden, etc. – benötigen wir jedoch gute Vorbereitung, Erfahrungsaustausch und Aktionstechniken, die erlernbar sind!
Engagiert mensch sich antifaschistisch, kann es sehr schnell passieren, dass man mit der Polizei oder mit Repression konfrontiert wird. Doch wie kann ich damit umgehen? Was gibt es zu beachten? Und wie kann ich mich am besten vor Repression schützen?
Diesen und vielen weiteren Fragen möchten wir uns mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe annähern und so etwas Licht ins Dunkel bringen.

Vortrag 19.10.16

Am 
19. Oktober 2016
18:30 Uhr
LiZe (Dahlienweg 2a; Regensburg)
Veranstalter:
Regensburger Unterstützerkreis „Klassenkampf statt Weltkrieg“
SJD – Die Falken; Bezirk Niederbayern/Oberpfalz

„´Terror´ in München und das Weißbuch der Bundeswehr“

u.a. mit Wolfgang Smuda (August-Kühn-Verein für die Förderung der Münchner Arbeiterkultur und der Stadtteilkultur im Westend e.V. und Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD)

„Die effektive Bekämpfung des transnationalen Terrorismus erfordert (…) enge nationale und internationale, europäische und transatlantische Zusammenarbeit. Hierzu bedarf es des Einsatzes politischer, rechtlicher, nachrichtendienstlicher, poli- zeilicher und militärischer Mittel. Neben der Gefahrenabwehr sind umfassende Maßnahmen notwendig, um bei der Ausein- andersetzung mit den ideologischen, fanatisiert religiösen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen Ursachen von Radika- lisierung und Terrorismus erfolgreich zu sein. Radikalem Denken und Handeln muss auch in unserer Gesellschaft begegnet werden.“ (Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr S. 35)

Ein Straftäter in München und das Bürgerkriegsmanöver

Eine Person begeht in München eine Straftat und erschiesst 9 Menschen. (14 Menschen ersaufen pro Tag im Mittelmeer, Tag für Tag.) Der Staatsapparat überzieht München mit 2.300 Polizisten der Landespolizeien von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, der Bundespolizei samt GSG 9, dem Landeskriminalamt sowie die Kripo der Stadt, dem Einsatzkommando Cobra aus Österreich, legt den gesamten öffentlichen Verkehr von Strassenbahn, U-Bahn und S-Bahn lahm, evakuiert den Hauptbahnhof und riegelt ihn ab, stoppt den gesam- ten Bahn-Verkehr rund um München bis in andere Bundesländer hinein, untersagt den Taxiverkehr, ruft den Katastrophenalarm aus und beordert die Ärzte in die Krankenhäuser, lässt Dutzende Hubschrauber der Bun- despolizei mit Scharfschützen und Suchscheinwerfern über der Stadt knattern, blockiert die Autobahnen vor München, riegelt das riesige Olympia-Einkaufszentrum ab, treibt die Menschen aus den Kaufhäusern auf die Strasse und riegelt gleichzeitig andere Kaufhäuser durch die Polizei ab und lässt die Kunden nicht auf die Strasse, schliesst die Operbesucher ein und verrammelt die Ausgänge, lässt die Gäste aus unzähligen Gast- stätten nicht ins Freie treten, fordert die gesamte Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und öffentliche Plät- ze zu meiden, räumt alle U-Bahnhöfe, versetzt auf öffentlichen Plätzen durch Zivilpolizei mit Gewehren in Panik, verlangt die Unterlassung von Handy-Filmaufnahmen, setzt die gesamte Feuerwehr ein, setzt die Grenzübergänge nach Österreich, der Schweiz und Tschechien auf beiden Seiten der Grenzen in Alarmbe- reitschaft. Etwas vergessen? Ach ja, der Chef des illegalen Generalstabs, Wieker, setzt die Feldjäger des Re- gimentsstab München in Alarmbereitschaft und bietet sie dem Polizeipräsidium zum Einsatz an und ordnet die Alarmbereitschaft des militärischen Sanitätsdiensts in München an.

„Innere und äußere Sicherheit sind nicht mehr trennscharf voneinander abzugrenzen. Störungen und Gefährdungen bewe- gen sich vielfach an deren Schnittstelle. Sie nehmen gezielt Verwundbarkeiten unserer offenen und global vernetzten Gesell- schaft ins Visier.“ (Weißbuch; S. 49)

Vortrag 24.11.16

Veranstalter_innen: a.a.a. e.V.
Samstag 24.11.2016
Beginn: 19:00 Uhr

NSU: Blick in den Abgrund

Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex

Referent: Friedrich Burschel

Seit vielen Monaten tritt der Münchener NSU-Prozess auf der Stelle. Auch nach den medial geradezu hysterisch gehypten und dann so dreisten und banalen Aussagen der beiden Hauptangeklagten kurz vor dem Jahresende 2015, nach über 60 unverschämt auftretenden Zeug_innen aus der deutschen Nazi-Szene und ständigen Ausfällen von Prozesstagen bleibt es auch nach über 250 Prozesstagen schwierig, das Verfahren vor dem Oberlandesgericht (OLG) München einzuschätzen, mit dem Geschehen außerhalb des Gerichtssaals in Beziehung zu setzen und ein Ende mit einem Urteil abzusehen. Bizarre Ungleichzeitigkeiten des Innen und Außen des Prozesses charakterisieren die aktuelle Entwicklung: beantwortet jedoch sind die allerwenigsten Fragen vom Beginn des Prozesses, geklärt kaum eine der zahllosen, haarsträubenden Ungereimtheiten, die die Diskussion bestimmen. Gesellschaftliche und politische Konsequenzen spielen im Alltag vor Gericht und in den (unterdessen ZEHN) Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen so gut wie keine Rolle. Im Gegenteil, die Zuspitzung „Dem Inlandsgeheimdienst konnte nichts besseres passieren als der NSU“ ist so gültig wie am ersten Tag nach dem Aufliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU).

Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch (nsu-watch.info). Seine Audio- und Printbeiträge zum Prozess und zum NSU sind auf dem Antifra-Blog http://antifra.blog.rosalux.de oder auf der RLS-Homepage http://www.rosalux.de/index.php?id=24495 zu finden.

Vortrag 20.10.16

Veranstalter_innen: a.a.a. e.V.
Samstag 20.10.2016
Beginn: 19:00 Uhr

Zwischen Willkommenskultur und NSU. Wie der NSU-Komplex entthematisiert wird.

Referent: Lee Hielscher

Menschen, die vor dem Terror des IS fliehen werden seit letztem Jahr in der BRD explizit und öffentlich willkommen. Damit kehrt die BRD von asylpolitischen Grundsätzen ab, auch um sich gegen rechte Mobilisierung abzugrenzen und ein weltoffenes Deutschland zu unterstrichen. Dass über 10 Jahre ein rechtsterroristisches Netzwerk 10 Menschen ermorden konnte und sich die Ermittlungen fast ausschließlich gegen die rassistisch Ermordeten richteten, scheint hier keine Rolle mehr zu spielen.

Weder die Perspektive der Opfer und Angehörigen findet öffentlichen Widerhall, noch werden die Morde des NSU in ihrem politischen Kontext gesehen. Die Bundesregierung bemühte sich zwar nach 2011 die Opfer des NSU als Teil der deutschen Gesellschaft darzustellen, schloss damit aber die Täter als sog. „Extremisten“ aus jener Gesellschaft aus, in die sie bestens integriert waren. Der Vortrag geht den verschiedenen Formen von Thematisierung, Nicht-Thematisierung und Entthematisierung des NSU Terrors nach, befragt dabei was gesehen und gehört wurde und was nicht. Ein Vergleich mit der repräsentativen Willkommenskultur dient als Vergleichsfolie um das Selbstbild der Post-NSU BRD zu hinterfragen.

Lee Hielscher ist Kulturanthropologe und Philosoph und forscht zu den Bedeutungsebenen des NSU Terrors im Kontext von Wahrnehmungsregimen und Migrationspolitiken. Zudem arbeitet er erinnerungspolitisch zur Geschichte rassistischer Übergriffe und Mobilisierungen.

Vortrag 03.11.

Veranstalter_innen: Antifa Café Regensburg
Donnerstag 03.11.16
Beginn: 19 Uhr

Bereits ab 18:00 Uhr Cafébetrieb

Massimo Perinelli – Critical Whiteness und das Ende der antirassistischen Bewegung

Seit mehreren Jahren können wir einen Verfall der antirassistischen Bewegung in diesem Land beobachten. In diese sowohl theoretische, politische wie bewegungspraktische Leerstelle konnten sich Theoreme entfalten, die aus akademischen Debatten um Postkolonialismus, onlineflyerIntersektionalismus und Gender-Studies stammen und sich vor allem auf Texte aus dem US-Kontext beziehen. Damit einhergehend beobachten wir Versuche, unter dem Label von Critical Whiteness die Reste der ehemals breiten antirassistischen Bewegung der letzten 20 Jahre aus einer akademischen Perspektive zu ordnen und darin zu bestimmen. Viele erleben dies als eine autoritäre Formierung der vormals vielschichtigen Ansätze und Praktiken. In dem Vortrag geht es um die Frage nach antirassistischen Strategien und Taktiken, die eine Perspektive auf die Überwindung gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse bieten können, statt diese in der permanenten Aufforderung nach persönlicher Positionierung spiegelbildlich zu verdoppeln.

Vortrag 06.10.

Veranstalter_innen: Antifa Café Regensburg
Donnerstag 06.10.16
Beginn: 19 Uhr

Bereits ab 18:00 Uhr Cafébetrieb

Roman Thurn – Islamfeindschaft und Pseudokonservatismus

In den jüngsten Jahren mehrten sich die Versuche, das offensichtliche Ressentiment gegenüber dem Islam auf den Begriff zu bringen. In den Sozialwissenschaften setzte sich weitgehend die These durch, es handle sich bei ihm um einen Rassismus unter vielen: einen antimuslimischen Rassismus. Eine solche Theoretisierung übersieht jedoch die spezifische Differenz zwischen dem landläufigen Rassismus und der Feindschaft gegenüber dem Islam. Diese bedient sich nämlich einer politischen Terminologie und erklärt den Islam zum Feind im Sinne Carl Schmitts. Im Lauf des 20. Jahrhunderts fand eine semantische Verschiebung in der Einschätzung muslimischer Gesellschaften statt: von einer überalternden, vielweibernden muslimischen Kultur hin zu einem Islam, der den Wert von Familie, Kindern unonlineflyerd Zusammenhalt schätze (Viktor Orbán).

Mehr noch: Der Islam stelle eine „politische Ideologie“ (Beatrix von Storch) dar, die „intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden“ (Alexander Gauland) sei. Rechtspopulisten und -radikale werden zugleich nicht müde, die Dekadenz, Arbeitsscheue oder Verweichlichung westlicher Gesellschaften anzuprangern. Die Sehnsucht des autoritären Charakters nach der souveränen, i.e. gewaltsamen Restituierung verbindlicher Normen und einfacher Verhältnisse tendiert daher zum symbolischen Vater- respektive Muttermord, sobald der Souverän nur ein Minimum an liberaler Restvernunft walten lässt („Merkel muss weg“). Im Vortrag soll der Versuch unternommen werden, die Islamfeindschaft neurechter Kräfte in Deutschland als eine Spielart des Pseudokonservatismus zu charakterisieren: „Der Pseudokonservative ist ein Mann, der im Namen der traditionellen […] Werte und Institutionen und zu ihrer Verteidigung […] bewußt oder unbewußt danach trachtet, sie abzuschaffen“ (Theodor W. Adorno). Das pseudokonservative Ressentiment gegenüber dem Islam zielt dabei nicht etwa auf dessen kulturelle Unterlegenheit, wie es bei rassistischen Abwertungen der Fall ist, sondern fürchtet und neidet im Gegenteil dessen (vermeintliche) Virilität, politische Stärke und familiäre Gemeinschaft.

Vortrag 24.09.

Veranstalter_innen: Fluchtursachen Bekämpfen
Samstag 24.09.16
Beginn: 19 Uhr
 

Am 29.10.16 mobilisiert die Kampagne Fluchtursachen Bekämpfen zur Großdemo nach Nürnberg, um vor dem BAMF (Bundesamt für Migration und Flucht) gegen die aktuelle Politik zu demonstrieren.

Ziel des Abends ist es, das Bündnis vorzustellen und über diese Thematik einen Dialog zu führen. Des Weiteren wollen wir gemeinsam mit eurer Hilfe, Leute motivieren sich mit uns am 29.10.2016 auf die Großdemonstration in Nürnberg vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu begeben und ein Zeichen gegen diese Ungerechtigkeit zu setzen.  Nur Zuschauer dieses Spektakels zu bleiben, ist keine Option, denn auch Nicht-Handeln, auch Passivität ist eine Entscheidung, die mit über den Ausgang der Geschichte bestimmen wird.

Vortrag 01.09.

Veranstalter_innen: Antifa Café Regensburg
Donnerstag 1.09.16
Beginn: 19 Uhr

Bereits ab 18:00 Uhr Cafébetrieb

Florian Eisheuer – Des Rassismus neue Kleider? Deutschland und die „Flüchtlingskrise“

Deutschland zündelt wieder. Das BKA zählte 2015 mehr als 1.000 Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten. Die ideologische Bühne für die Gewalt wird durch eine neue Welle des Rassismus bereitet, die zwar von PEGIDA, der AfD und anderen Gruppierungen prominent getragen wird, allerdings auch, wie entsprechende Studien und Umfragen zeigen, weit über diese Kreise hinausgeht und teils erschreckende Zustimmungswerte in der Bevölkerung generiert.onlineflyer

Dreh- und Angelpunkt dieses Rassismus ist nicht das Gerede von einer Über- und Unterlegenheit verschiedener „Rassen“, sondern die Behauptung, die Grundpfeiler „arabischer Kultur“ und muslimischer Religion seien mit „deutschen Werten“ und „deutscher Kultur“ nicht vereinbar. In teils apokalyptisch anmutenden Szenarien wird nicht selten vor den drastischen Folgen einer kulturellen Vermischung gewarnt und der Untergang Deutschlands prophezeit.

Es handelt sich bei diesen neuerlichen Auswüchsen um einen Rassismus ohne dezidierte Rassentheorie. Wäre es in Anbetracht dessen vielleicht sinnvoller, statt von „Rassismus“ lieber von „Kulturalismus“ zu sprechen? Oder gar von „Islamophobie“? Handelt es sich um einen dezidiert neuen Rassismus, oder ist es nur eine umverpackte Neuauflage des Immergleichen?

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